Kandidatengrill

Der Kompass-Kandidatengrill:

KOMPASS:

Wie jedes Jahr entscheidet ein Bundesparteitag der Piratenpartei Deutschland über die Zusammensetzung des Bundesvorstandes.

Es treten neben Dir noch einige weitere Kandidaten an, die ebenfalls einen Platz in diesem Gremium erringen wollen.

Wir möchten Dich bitten, unseren Lesern ein paar persönliche Informationen über Dich zu geben, damit sie einen Eindruck davon gewinnen können, wen sie wählen, wenn sie Deinen Namen ankreuzen.

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Wir müssen reden :-| – 2013 – Nachbereitung Forum Kultur

Auf der “Wir müssen reden – 2013″ [1] in Kerpen, waren Julia Reda und ich die Themenpaten (Moderatoren) für das Forum “Kultur”. Ich habe mich mit Marina Weisband auf das Forum vorbereitet, sie ist aber kurz vor der Veranstaltung erkrankt und konnte nicht teilnehmen. Da ich Julia kenne und sie viel Erfahrung mit solchen Veranstaltungen hat, habe ich sie überreden können mit mir die Moderation zu machen. Vielen Dank nochmal dafür. Weiterlesen

Bildergeschichte

Eine kleine Bildergeschichte aus aktuellem Anlass

Wenn man sich im Firexfox das Addon ‘RequestPolicy’ installiert …

heise.de

 

 

 

 

 

zwei Werbe-Tracker

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Es ist der Weg zum digitalen Polizeistaat

Das Mantra der gefährdeten Gesellschaft, die von Terror, Pädophilen, Schwerkriminellen bedroht ist und welches unsere Innenminister jeden Tag herunter beten um uns zu ängstigten und zu schutzsuchendem Wahlvieh zu machen, führt uns sehenden Auges immer tiefer in einen Staat aus Kontrolle und Überwachung. Die an sich lebensfrohe Gesellschaft soll im Knebel der Angst leben und nach immer mehr Sicherheit schreien, dem Staat jedes Zugeständnis machen, das er im Kampf gegen todbringende Terrorpädophileschwerkriminelle benötigt oder in Zukunft benötigen könnte.

Ich glaube der Bundesregierung nicht und ich glaube, dass wir belogen werden, dass hinter dem vermeintlichen Sicherheitsmantra handfeste wirtschaftliche Interessen stecken. Ich glaube, dass wir eine zunehmende Überwachungsindustrie haben, die ihre Produkte mit satten Gewinnen nach China oder in den nahen Osten verkauft und nun auch zunehmend den europäischen Markt erschließen möchte. Die Erklärung einer Überwachungsindustrie und die dahinter stehenden wirtschaftlichen Interessen sind um ein vielfaches plausibler als das, was uns die Innenminister glauben machen wollen.

Wer sich nicht zurück ziehen kann, verändert sich, wird zum Gejagten und stimmt sein Verhalten mit der Kontrolle ab, die auf ihm lastet. Das Wort „Harmonisierung“ fällt mir in diesem Zusammenhang ein und es zeigt sich in der Bildung, in dem, was wir Essen, in den genormten Details unseres Lebens. Wir werden zu Normmenschen in einer Normgesellschaft, deren Funktionalität davon abhängt, dass niemand aus der Reihe tanzt. Und was wäre besser geeignet um das Normative zu kontrollieren als Kameras in jeder Ecke unseres Landes, die, mittels INDECT, die Verhaltensauffälligkeiten entlarven oder Software, die meinen Computer durchsucht oder die Vorratsdatenspeicherung, die weiß wann ich wo mit wem worüber spreche?

Ich bin Pirat, weil ich das nicht will … weil ich mich als Individuum feiere und kiffen will und sagen will was ich will, wo ich will und wem ich will, aber mir dabei nicht auf die Finger schauen lassen möchte. Und da ich mein Vertrauen in diese Regierung zu 100% verloren habe, werde ich KEINE Überwachung mehr dulden und mir auch keine Rechtfertigungen von Seiten der Regierung anhören, die die Notwendigkeit von Überwachung beteuert. Es ist zu spät und wir befinden uns auf dem Weg zum Polizeistaat, aber einem digitalen, durchrationalisiertem Polizeistaat den man nicht sieht und nicht hört, der wie ein Damoklesschwert über uns hängt und uns jederzeit seine Gewalt demonstrieren kann. – Deshalb möchte ich hier ganz deutlich die Frage der FAZ aus dem Interview mit Sebastian Nerz und Christopher Lauer

„Sind Sie prinzipiell gegen den Einsatz von Überwachungssoftware?“

mit einem JA beantworten und dem auch nichts hinzufügen!

 

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Bringt uns näher zum Horizont 2

Warum haben sich die Piraten gegründet?

Von Paul Meyer-Dunker (@PMDHamburg)
Aufgrund der Reaktionen und Kommentare zu meinem letzten Blogeintrag gab es viele Dinge, die ich noch einmal loswerden wollte, vor allem nachdem die Frage aufgeworfen wurde warum sich die Piraten gegründet haben, da ich sie für ganz ganz wichtig halte. Meines Erachtens haben sich zu wenig Piraten mit dieser Frage beschäftigt, so dass ich sie gerne in diesem kleinen Nachtrag einmal aus meiner Sicht beantworten würde.
Die Frage um die es mir in diesem Beitrag geht und mit der sich jeder mal wirklich beschäftigen sollte ist folgende: “Worum geht es bei den Piraten wirklich?” bzw. “Warum haben sich die Piraten gegründet?”
Wir haben uns gegründet, weil es ein großes neues Medium gibt, das vollkommen neue Möglichkeiten bietet Wissen, Kultur und Informationen in der ganzen Welt zu verbreiten und ohne Schranken - egal ob arm, reich, weiß, schwarzzwischen Europa, Afrika und der ganzen Welt jedem frei zur Verfügung zu stellen. Aus der Idee heraus dieses Potenzial ausschöpfen zu wollen und jedem schrankenlos und vor allem bedingungslos absolute Teilhabe am Wissen der Menschheit zu ermöglichen sind unsere ersten Ideen zum Urheberrecht entstanden. Daher beziehen wir unseren Namen. Es geht um eine einmalige und in dieser Form nie dagewesene Kulturrevolution.

Es bedarf aber Zeit um den Leuten genau das zu vermitteln. Wenn selbst viele Piraten diesen Punkt noch nicht vollkommen realisiert haben, wie kann man das dann erst von der Bevölkerung erwarten?
Mit Umwelt-, Wirtschafts-, sonstwas-Programmen verlieren wir den Fokus für die großen Ideen, die wir mal hatten. Was bringen uns noch 5%, wenn wir die Gründungsgedanken schon längst hinter uns gelassen haben? Jedem Wähler, der meint, dass wir zu x und y keine Meinung haben, müsste man eigentlich versuchen mit aller Deutlichkeit klarzumachen, dass die anderen Themen in unseren Augen viel wichtiger sind. Wir sind die Einzigen, die diese Idee verfolgen, die Einzigen die sich dieses einmaligen Potenzials überhaupt bewusst sind. Viele werden dann vielleicht abwinken, einige werden zum Denken angeregt und ein paar wenige werden uns zustimmen und sich dieser Sache anschließen. Wenn es gut läuft, wachsen wir mit jedem Jahr ein bisschen. Wir betreiben bei jedem Angriff der Zensoren und jeder neuen Urheberrechtsreform konsequenten Widerstand, werden auf den Feldern wahrgenommen und vielleicht ziehen wir irgendwann in ein Parlament ein. Das werden wir sehen. Für diese Idee und alles, was damit zusammenhängt zu kämpfen und für diese Ideale der politische Arm zu sein, halte ich für wichtig.

An dieser Stelle möchte ich Lawrence Lessig zitieren, der bereits 2003 in seinem Free Culture Manifest mit folgendem Satz endete: “The future is in our hands; we must build a technological and cultural movement to defend the digital commons.”
Diese Bewegung, das sind wir! Dafür haben wir uns gegründet. Und das ist es was sich jeder Pirat ins Gedächtnis rufen sollte!
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